Was tun bei Sonnenbrand und Sonnenstich?

© sxc.hu / freyda

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Manchmal kann es vorkommen, dass die Kinder trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu viel Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Denn nicht nur das direkte Sonnenlicht kann zu einem Sonnenbrand führen! Die UV-Strahlung des Sonnenlichts dringt auch durch Wolken und ist sogar in schattigen Bereichen wirksam. Noch dazu können Oberflächen von Gebäuden, Sand oder auch Wasser bis zu 75% der Sonnenstrahlung reflektieren.

Was ist also zu tun, wenn sich bei einem Kind Anzeichen eines Sonnenbrands oder eines Sonnenstichs zeigen? Und woran erkennt man überhaupt, wann ein Kind zu lange in der Sonne war?

Der Unterschied zwischen Sonnenbrand und Sonnenstich

Ist die Haut zu lange der Sonne ausgesetzt, kann sich das zweierlei auswirken: es kann ein Sonnenbrand oder auch ein Sonnenstich entstehen. Der Unterschied liegt darin, dass beim Sonnenbrand die Haut durch die im Sonnenlicht enthaltene UV-Strahlung direkt geschädigt wird. Beim Sonnenstich hingegen handelt es sich um indirekte Folgen der Sonnenstrahlung. Hier überhitzt der Körper, was besonders bei Kindern sehr gefährlich sein kann!

Hat sich ein Kind einen starken Sonnenbrand oder einen Sonnenstich zugezogen, sollte man schnellstmöglich einen Kinderarzt konsultieren. Dieser kann den Grad der Schädigung einschätzen und bei Bedarf eine entsprechende Behandlung verordnen. Besonders beim Sonnenstich ist dies sehr wichtig, da er bei kleinen Kindern lebensbedrohlich sein kann!

Der klassische Sonnenbrand

Die Entstehung eines Sonnenbrands ist ein schleichender Prozess, der sich auch dann noch vollzieht, wenn die Haut schon gar nicht mehr der Sonnenstrahlung ausgesetzt ist. Die Symptome des Sonnenbrand sind eine starke Hautrötung, Schmerzen und Spannen der Haut und ein Absterben der obersten Hautschicht, die sich mit der Zeit abzulösen beginnt.

Ein Kinderarzt kann hier den Hautschaden durch die Anwendung von Cortison-Cremes und kühlenden Lotionen eindämmen. Auch leichte Schmerzmittel können vom Arzt im Fall eines starken Sonnenbrands verabreicht werden. Daneben existieren auch zahlreiche Hausmittel die im Falle eines Sonnenbrands Linderung verschaffen und die Regeneration der Haut unterstützen.

Diese Hautschädigung tut zwar sehr weh, ist jedoch in der Regel nicht lebensbedrohlich. Allerdings kann sich gerade bei Kindern vor dem 16. Lebensjahr durch häufigen Sonnenbrand das Risiko einer Hautkrebs-Erkankung stark steigern! Daher sollte bereits durch vorbeugende Maßnahmen ein Sonnenbrand verhindert werden. Im Gegensatz zum weitaus gefährlicheren Sonnenstich, ist der Sonnenbrand jedoch vergleichsweise harmlos und normalerweise nicht lebensbedrohlich.

Der Sonnenstich

Von einem Sonnenstich ist dann die Rede, wenn der Körper auf die Sonnenstrahlung mit einer akuten Überhitzung reagiert oder wenn der ungeschützte Kopf zu lang dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist. In einem solchen Fall beginnt das Gehirn anzuschwellen und es entsteht ein so genanntes Hirnödem.

Dies ist ein sehr gefährlicher Zustand! Durch das Anschwellen des Gehirns steigt der Druck im Schädel an und es kommt zu Bewusstseinstrübungen, erhöhtem Puls, hohem Fieber und Erbrechen. Im Extremfall kann der Druck im Kopf derart ansteigen, dass es beim Betroffenen zum Tod kommt.

Sind Symptome eines Sonnenstichs zu beobachten muss das betroffene Kind sofort aus der Sonne heraus und an einen abgedunkelten und kühlen Ort, damit der Körper sich herunterkühlen kann. Der Kinderarzt kann im Fall eines Sonnenstichs spezielle Medikamente verabreichen, die gegen das Hirnödem wirken und gleichzeitig die Lebensfunktionen des betroffenen Kindes überwachen. Zu einem Sonnenstich kann es auch kommen, wenn kein Sonnenbrand entsteht!

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Treten bei einem Kind starke Verbrennungen, Blasen auf der Haut oder auch starke Schmerzen auf, sollte man es auf jeden Fall zum Kinderarzt bringen. Auch bei Kleinkindern und Babys ist im Fall von Sonnenbrand und Sonnenstich immer ein Kinderarzt aufzusuchen, da diese besonders empfindlich sind. Treten bei einem Kind Symptome eines Sonnenstichs auf, ist es auch hier unbedingt an der Zeit für einen Arztbesuch.