Schneeanzug für Kinder und Babys

© sxc.hu / ckforjc

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Die kalten Temperaturen im Winter können einem ganz schön zusetzen und gerade für kleine Kinder sogar eine potentielle Gefahr darstellen. Wenn die Kleinen im Schnee herumtoben, bekommen sie oftmals gar nicht mit, wie kalt es eigentlich ist.

Beim Rodeln, einer Schneeballschlacht oder auch beim Fangenspielen im Schnee wird der Kreislauf angekurbelt und den Kindern wird ganz schön warm. Oft versuchen Kinder dem entgegenzuwirken, indem sie sich die ungeliebten Handschuhe, Schals und Kopfbedeckungen einfach vom Leib reißen und zur Seite legen. Das kann aber schnell gefährlich werden und sich im Extremfall sogar zu einer ausgewachsenen Unterkühlung entwickeln.

Dazu kommt noch, dass Kinder beim Spielen oft vergessen, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Dies ist aber wichtig, da ihre kleinen Kinder weitaus weniger Wasser speichern können, als dies bei Erwachsenen der Fall ist. Sind die Flüssigkeitsreserven im Körper erschöpft, wird das Blut dicker und die Extremitäten können nur noch schlecht durchblutet werden. Dies kann eine Unterkühlung weiter begünstigen.

Unterkühlung bei Kindern und Babys

Bei einer Unterkühlung sinkt die Temperatur im ganzen Körper unter 35 Grad Celsius, was schlimmstenfalls in einem Zusammenbruch des Kreislaufs enden kann. Insbesondere Babys sind sehr anfällig für eine Unterkühlung! Ihre kleinen Körper sind noch nicht in der Lage, durch Bewegungen oder durch Zittern entsprechende Körperwärme zu produzieren. Da der Kopf von Babys im Vergleich zum Körper sehr groß ist, verlieren sie darüber am meisten Wärme – besonders wenn sie keine Kopfbedeckung tragen.

Zu einer Unterkühlung kommt es vor allem, wenn die Kleidung nicht an die kalten Außentemperaturen angepasst ist, Kinder in Eiswasser fallen oder die Kleidung nass wird. Je mehr die Körpertemperatur absinkt, desto heftiger werden die Symptome einer Unterkühlung.

Eine leichte Unterkühlung äußert sich durch Unruhe, Zittern und eine undeutliche Aussprache. Auch die Herzfrequenz erhöht sich, da der Körper versucht der Unterkühlung entgegenzuwirken. Bei einer mittleren Unterkühlung hingegen beginnt sich die Haut leicht bläulich zu verfärben und es kommt zu Störungen des Bewusstseins. Tritt eine schwere Unterkühlung auf, wird das betroffene Kind bewusstlos und fällt in einen Starrezustand. In diesem Zustand reagiert es auf keinerlei äußere Reize und im schlimmsten Fall kann es zu einem kompletten Stillstand des Herz-Kreislauf-Systems kommen.

Das richtige Outfit für den Winter

© sxc.hu / escotlanda

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Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, sollte man Kindern im Winter immer entsprechende Kleidung anziehen. Am besten sind atmungsaktive Stoffe, die in vielen verschiedenen Lagen angezogen werden. So kann die Haut atmen und die Kinder geraten nicht so stark ins Schwitzen, was zu einer Unterkühlung beitragen kann. Idealerweise sollten Kinder immer eine Schicht mehr tragen, als Erwachsene, da sie für Kälte weitaus anfälliger sind.

Besonders wichtig ist es darauf zu achten, dass die Winterkleidung der Kinder nicht feucht wird! Bei den kalten Außentemperaturen führt eine nasse Kleidung schnell zu einem Temperaturverlust des Körpers.

Was man gegen eine Unterkühlung tun kann

Zeigt ein Kind trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Symptome einer Unterkühlung, sollten schnell Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Es sollte so schnell wie möglich an eine warme Örtlichkeit gebracht werden, damit sich der Körper wieder aufwärmen kann. Ein heißer Kakao und eine warme Decke können dabei sehr helfen.

Ziel ist es, bei einer Unterkühlung wieder die Blutzirkulation anzuregen. Daher sollte das Kind sich bewegen um so die Körpertemperatur wieder zu normalisieren.