Flugreisen mit Kindern

Für Fernreisen ist die Anreise per Auto oder Bahn oft keine Option und es bleibt nur noch das Flugzeug. Eine Flugreise mit Kindern kann sehr nervenaufreibend sein, wenn man nicht entsprechende Vorkehrungen trifft. Wie man sich optimal auf eine Flugreise mit Kindern vorbereitet, zeigt der folgende Artikel.

Die Vorbereitung

Grundsätzlich können bereits Babys und Kleinkinder an Flugreisen teilnehmen – es muss ja nicht gleich ein Transatlantikflug sein! Wichtig ist vor allem, den Nachwuchs vor dem Flug noch einmal vom Kinderarzt durchchecken zu lassen und auch eventuell notwendige Schutzimpfungen abzuklären. Diese können je nach Reiseland sogar zur Einreise notwendig sein.

Eine äußerst nervenschonende Methode in den Urlaub zu starten, ist bereits am Vorabend des Abflugs einzuchecken. So vermeidet man langes Anstehen am Schalter am Tag des Abflugs und kann gleich durch die Passkontrolle und ans Gate gehen. Eltern mit Kindern haben hier sogar den Vorteil, dass sie vor allen anderen Fluggästen als erste das Flugzeug betreten dürfen. Dies kann jedoch auch ein echter Nachteil sein, wenn noch eine lange Wartezeit vor dem Abflug anfällt. Eine gute Strategie für Paare ist hier, die Arbeit aufzuteilen. Eines der Elternteile geht zu erst an Bord, verstaut das Gepäck und bereitet den Sitzplatz vor. Das zweite Elternteil kommt dann nach, wenn sich das Boarding dem Ende entgegen neigt.

Fliegen mit Baby oder Kleinkind

Babys und Kleinkinder haben oftmals überhaupt kein Problem mit einer Flugreise. Solange das Kind gesund ist, spricht also nichts gegen das Fliegen mit Baby. Mediziner gehen davon aus, dass Babys und Kleinkinder bereits ab einem Alter von zwei Wochen voll flugtauglich sind. Es kann sogar gut sein, dass für das Baby der Flug weniger anstrengend ist, als für die Erwachsenen. Da Babys noch klein sind und viel Schlaf brauchen, ist ein Flug für sie kein großes Problem. Da kann für einen Erwachsenen ein Langstreckenflug in den engen Sitzen schon viel eher zur Tortur werden! Nach Möglichkeit sollte man sich jedoch bei der Buchung des Fluges nach dem Schlafrhythmus des Kindes richten.

Im Folgenden finden Sie einige Informationen damit speziell das Fliegen mit den ganz Kleinen angenehm und sicher verläuft.

Die richtige Sitzwahl

Eltern die am Check-In Schalter nachfragen, bekommen meistens einen Platz in der ersten Reihe des Flugzeugs zugewiesen. Hier sind spezielle Tragetaschen für den Flug mit Baby angebracht und es steht auch etwas mehr Beinfreiheit zur Verfügung, als auf den regulären Plätzen. So können die Kinder sogar während des Fluges etwas auf dem Fußboden spielen und sich bewegen. Selbstverständlich sind diese Plätze heiß begehrt, darum sollte man sich frühzeitig um eine Reservierung kümmern.

Wer keinen dieser Plätze mehr ergattert, hat die Möglichkeit einen Kindersitz mit an Bord zu nehmen. Dieser wird dann gegen die Flugrichtung auf einem eigenen Sitzplatz angebracht. Vorsicht aber dabei: Dieser Platz für Babys ist nicht umsonst! Je nach Airline fällt hier ein Teil des üblichen Flugpreises an. Daher informiert man sich am besten schon im Reisebüro über die verschiedenen Preise und Möglichkeiten für das Fliegen mit Baby oder Kleinkind.

Damit Ihr Baby keine Ohrenschmerzen erleiden muss, geben Sie ihm einfach zu Beginn des Fluges und zur Landung einen Schnuller. Durch das Nuckeln am Schnuller geschieht der Druckausgleich ganz automatisch.

Das sollte mit ins Handgepäck

Für Babys sollte Milch und etwas Babynahrung eingepackt werden. Diese darf auch trotz der verschärften Sicherheitsbedingungen weiterhin mit an Bord! Auch etwas Spielzeug oder ein paar Hörkassetten für die Kleinen müssen mit ins Handgepäck, damit während dem Flug keine Langeweile aufkommt. Für Babys muss zusätzlich noch Wickelzeug eingepackt werden. Geht es in eine andere Klimazone darf auch Wechselkleidung nicht fehlen! Schließlich sollen die Kinder nicht im T-Shirt an einem kalten Flughafen aus dem Flieger steigen.

Den Buggy verstauen

Manche Airlines bieten einen Leihbuggy-Service an, somit kann man sich das Mitführen eines eigenen Kinderwagens sparen. Falls das nicht der Fall ist, sollte man seinen eigenen Buggy mitnehmen. Dieser wird während des Fluges zusammen mit dem anderen Gepäck im Frachtraum verstaut und üblicherweise beim Aussteigen von der Bodencrew direkt ans Gate gebracht.

Fliegen in der Schwangerschaft

Prinzipiell steht einem Flug während der Schwangerschaft nichts im Wege. Allerdings sollte bei einer vorliegenden Hochrisikoschwangerschaft ein Flug eher vermieden werden. Dazu zählen etwa Mütter, die an Kreislaufbeschwerden leiden, Flugangst haben oder thrombosegefährdet sind. Auf jeden Fall sollte vor dem Flug der Frauenarzt konsultiert werden, um etwaige Risikofaktoren auszuschließen.