Tipps & Tricks

Manchmal ist es wie verhext: Eigentlich sollte man sich auf die Ferien freuen, da man ein wenig Erholung und Familienzeit dringend benötigt. Doch so richtig will die Stimmung nicht gut werden – denn noch ist nichts entschieden: Wohin geht es? Zum Badeurlaub ans Meer oder an einen See? Oder doch lieber in die Berge zum Wanderurlaub? Sollen wir wegen den kleinen Kindern lieber in ein Hotel oder gerade deshalb besser auf einen Campingplatz? Winterurlaub oder doch Sommerurlaub? Wofür reicht unser Budget überhaupt? Diese und viele Fragen können einem die Vorurlaubsstimmung so manches Mal vermiesen. Und dabei ist der Urlaub so nah und alle Familienmitglieder haben etwas Entspannung dringend nötig.

Bevor Sie einen Urlaub antreten, sollten Sie sich eine Reihe von Fragen stellen. Diese wären zum Beispiel:

1) Was ist uns bei einem Urlaub wichtig?

Diese Entscheidung ist für kinderlose Paare sicherlich einfacher, da weniger verschiedene Wünsche in Einklang gebracht werden müssen. Kommen Kinder dazu, wollen diese bei der Urlaubsentscheidung auch ein Wörtchen mitreden und ihre Wünsche äußern. Natürlich heißt das nicht, dass der Familienurlaub rein nach den Vorstellungen der Kinder geplant werden muss – werden die Kinder jedoch angehört und bekommen das Gefühl, dass ihre Meinung wichtig ist, so wächst auch ihre Kompromissbereitschaft: In der Diskussion als Familie findet man so bestimmt eine Lösung, mit der jeder zufrieden ist und sich auf den Urlaub freuen kann. Nicht immer können alle Wünsche erfüllt werden, aber es gibt sicherlich Möglichkeiten, einen Urlaub zu finden, bei dem für jeden etwas dabei ist. Vielleicht wollen die Eltern ja in die Berge und wandern, den Kindern wäre ein Urlaub mit Schwimmbad wichtig – bestimmt findet man ein schönes Berghotel mit Swimmingpool. Schon sind alle glücklich mit der Entscheidung. Vielleicht freuen sich die Eltern auch über eine Auszeit von Kochen und Hausarbeit, möchten deshalb lieber in ein Hotel als in eine Ferienwohnung. Ein Hotel ist den Kindern aber zu langweilig. Wieso als Kompromiss nicht also in eine Hotelanlage mit externen Ferienhäusern, die ihren Gästen auch eine Vollverpflegung anbietet. Egal für welche Variante man sich entscheidet, bei der Wahl des Urlaubs sollte von jedem Familienmitglied ein oder zwei realisierbare Urlaubswünsche erfüllt werden – so vermeidet man Stress und Ärger schon vor dem Urlaub: Für eine Familie wäre solch ein Kompromiss dann vielleicht der Urlaub in solch einer Hotelanlage in einem externen Ferienhaus. An dem einen Tag darf Mama sich bei einem Wellnesstag entspannen, während Papa mit den Kinder in den nahegelegenen Vergnügungspark fährt. Am anderen Tag darf Papa zum Wandern und Mama ist mit den Kindern schwimmen. Ein weiterer Vorteil dieses Kompromisses: Die Familie hockt nicht tagelang ununterbrochen aufeinander, sondern jeder bekommt etwas Ruhe um die Seele baumeln zu lassen.

2) Wie lang dauert die  Reise? Kann ich das meinem Kind und mir zumuten?

Bei der Urlaubsreise mit Kindern darf nicht außer Acht gelassen werden, wie weit die Reise gehen soll und wie alt die Kinder sind. Vielleicht ist es der Traum der ganzen Familie nach Brasilien zu reisen – der Flug dauert aber über zehn Stunden. Es geht nicht nur darum, was Sie Ihrem Kind zumuten können, sondern was Sie sich selbst auch zumuten wollen und können. Egal ob mit dem Flugzeug, Auto oder der Fähre – eine lange Reise kann für Eltern und Kindern sehr beschwerlich und anstrengend sein. Deshalb der Tipp: Reisen Sie mit kleinen Kindern im Auto und nehmen Sie sich keine Ziele vor, bei denen Sie länger als 4-5 Stunden im Auto sitzen. Der Vorteil: Sollte ein Notfall wie Krankheit oder Unfall eintreten, kann man auch wieder in relativ kurzer Zeit nach Hause fahren. Wer das Flugzeug, die Bahn oder auch das Schiff nimmt, muss sich darüber im Klaren sein, dass die Flexibilität ab- und der logistische Aufwand zunimmt. Hinzu kommen Mitreisende, die vielleicht nicht besonders begeistert sind, wenn das Baby nachts im Flugzeug stundenlang schreit oder die Kinder im Zugabteil toben. Gleichzeitig muss man sich im meistens überfüllten Zug nicht nur mit den Kindern durch die engen Sitzreihen zwängen, nein dazu kommen Taschen, Koffer, Spielzeuge und Kinderwägen. Bei der Autoreise hingegen wird das Gepäck eingeladen und los geht es. Man kann bequem – je nach Bedarf – Pausen einlegen und hat nicht das Gefühl, sich ständig bei Mitfahrern entschuldigen zu müssen. Egal welche Art der Fortbewegung Sie also wählen, überlegen Sie sich gut die Vor- und Nachteile und welche Variante für Sie am wenigsten Stress bedeutet. Schließlich sollen nicht nur Ihre Kindern erholt aus dem Urlaub kommen, sondern auch Sie.

Wie Sie sehen, gibt es viele Dinge, die man bei der Urlaubsplanung beachten muss. Doch wie bringt man die vielen verschiedenen Wünsche und Vorstellungen von Ort und Art des Familienurlaubs zusammen, ohne dass es Streit gibt? Damit es bei Ihnen und Ihrer Familie bei der Urlaubsplanung harmonisch abläuft und hinterher jeder mit dem Urlaubsziel einverstanden ist, finden Sie auf den folgenden Seiten einige Anregungen für Ihren Familienurlaub sowie einige Tipps & Tricks zur Reise.